Marlene Lacherstorfer

Marlene Lacherstorfer

Kontrabass, Harmonium, Gesang

Marlene Lacherstorfer wurde 1982 in eine musikalische Familie geboren und wuchs in Bad Hall, Oberösterreich, auf.
Vater Franz, Drehleier- und Dudelsackspieler und passionierter Sammler von Musikinstrumenten, und Mutter Elfriede, Lehrerin und Hobbykontrabassistin, beschafften ihrer Tochter sehr bald ein Klavier, auf welchem sie mit sechs Jahren ihre ersten musikalischen Gehversuche unternahmen durfte. Später folgten Klavier-, Geigen-, Cello-, Harfen-,Gesangs- sowie Tanz- & Rhythmikunterricht in der örtlichen Musikschule. Durch einen glücklichen Zufall landete sie schließlich beim E-Bass sowie später beim Kontrabass. Das regelmäßige Auftreten bei verschiedenen Gelegenheiten war durch das regelmäßige Musizieren mit Eltern, Großeltern und ihrer Schwester Julia von Anfang an selbstverständlich. Das Sammeln vieler positiver musikalischer Erfahrungen auf Musikwochen, die in den Sommermonaten besucht wurden, trug ebenfalls einen wesentlichen Teil dazu bei, dass Musik nach und nach zu einem fixen Bestandteil der geschwisterlichen Freizeitgestaltung wurde. Die große heimische Plattensammlung, in der klassische Musik genauso wie Folk, Jazz, Pop, Rock oder Blues zu finden sind, hat mit Sicherheit die Bandbreite Marlenes musikalischen Interesses beeinflusst.

Nach der Matura an der HBLA für künstlerische Gestaltung Linz 2002 zog es Marlene in die weite Ferne. Sie wirkte an Sozialprojekten in Costa Rica und Panama mit, bevor sie in Wien ihre neue Heimat fand. Inspiriert durch viele neue Eindrücke beim Musizieren mit Musikern aus Lateinamerika manifestierte sich immer mehr der Wunsch Musikerin zu werden.
An der Wiener Musikuniversität absolvierte sie die Bachelorstudiengänge sie Musik- und Bewegungspädagogik (MBP)/ Rhythmik (2007) sowie Instrumentalpädagogik Popularmusik E- und Kontrabass (2010) bei Albert Kreuzer und Willi Langer mit den Schwerpunkten Volksmusik und klassisches Klavier. 2016 folgte schließlich der Masterabschluss in MBP/Rhythmik.
2003 begann Marlene als Bassistin bei der Band Velojet professionell aufzutreten und entwickelte dort eine besondere Liebe zu den tiefen Frequenzen. Seither arbeitet sie als E- und Kontrabassistin mit Ensembles unterschiedlicher Genres zusammen, bereist viele Länder und lernt fremde Musik und Kulturen kennen.
Marlene liebt es auf der Bühne performen und Menschen mit Musik zu berühren und zu inspirieren. Ensembles in denen Marlene aktiv war oder ist sind ALMA, Velojet, Ernst Molden & Willi Resetarits, ZOE, Meena Cryle, Bernhard Eder, Esmeraldas Taxi, Trouble Over Tokyo, das Kindertheater Prinzessin Himbeere, Red River Two, Robert Rotifer, Family Kuti, Ian Fisher, Aasgeiger, SoulHSistas oder Gerry Höller. Mit einigen davon unternahm sie Tourneen durch Europa, Russland, Peru oder in die USA.

Seit Herbst 2016 ist sie bei dem deutschen Pop-Sänger CLUESO als Bassistin für dessen Tour zum Album „Neuanfang“, das in den deutschen Charts direkt auf Platz 1 einstieg, engagiert.
Als Theatermusikerin war sie bei bisher zwei Theater-Inszenierungen von Ernst Molden im Rabenhof engagiert, als Studiomusikerin war sie beispielsweise für Wolfgang Ambros, Papermoon, ZOE oder Gerard tätig.
Im Bereich der Kindermusik wurde das Puppentheaterstück ‚Der Tatzelwurm’ von Ernst Molden vertont, mit Astrid Walentas ‚Die Fische fliegen wieder’ durch schweizer Volksschulen getourt oder mit dem Kindermusiktheater ‚Prinzessin Himbeere’ eine Jeunesse-Tour absolviert. Weiters wurden immer wieder Konzerte in Schulen oder sozialen Einrichtungen (zb. Gefängnisse, Alters- oder Obdachlosenheime) absolviert, welche immer wieder unvergessliche Momente mit sich bringen.

Marlene ist seit 2009 hauptsächlich als auftretende Musikerin tätig und hat als Bassistin mittlerweile über 1500 Konzerte in über 20 Ländern auf 3 Kontinenten absolviert. Trotzdem hat aber die Pädagogik nicht aus den Augen verloren:
Sie unterrichtete 3 Jahre lang an einer öffentlichen Musikschule, bevor sie 2010 an die Universität für Musik und darstellende Kunst Wien einen Lehrauftrag für inklusive Pädagogik sowie Instrumentalimprovisation bekam und für 7 Jahre die Band „ALL STARS INCLUSIVE“ leitete, diese Formation besteht aus Musikstudierenden und Menschen mit unterschiedlichen Behinderungen. Das Projekt wurde 2016 mit dem Diversitas Preis des Bundesministeriums für Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft (BMWFW) ausgezeichnet (Sonderpreis). Zudem gibt sie gelegentlich Workshops zu den Themen Rhythmusarbeit in Gruppen, Bandaufbau oder Volksmusikvermittlung.

Band

Julia Lacherstorfer

violin, vocals

Evelyn Mair

violin, vocals

Matteo Haitzmann

violin, vocals

Marie-Theres Stickler

diatonic button accordion, shruti box, vocals